Bei all den wissenschaftlichen Erkundungen geht
uns oft der Blick für das Wesentliche
verloren. Einem Hund ist es egal, ob seine Verhaltesweisen
als wissenschaftlich nachgewiesen gelten und wie Menschen
sie interpretieren.
Er kann und wird sich immer nur innerhalb seiner eigenen Natur verhalten.
Deshalb sind weder ein Wissenschaftler, noch ein Biologe, noch ein
guter Trainer die besten Lehrmeister, sondern immer ein Hund selbst,
wenn es um Hunde geht.
Mit Konditionierungen von hier bis zum nächsten
Hasen. "Sitz", "Platz" "Bleib"
usw. sind für einen Hund konditionierte "Kunststücke"
und haben nichts mit Führung und schon garnichts mit seiner
Form zu kommunizieren zu tun. Konditionierte Handlungen und Signale
bewegen sich auf einer Ebene, die nicht der Natur des Hundes entsprechen
und sie können deshalb auch nur selten funktionieren, wenn
es um "die Wurst" geht, oder um einen vorbeilaufenden
Hasen.
Folgt man den natürlichen Verhaltensweisen des
Hundes und agiert innerhalb seiner Natur, bewegt man sich mit ihm
auf einer Ebene und hat dieselbe Möglichkeit, seinen Hund zu
führen, wie ein souveräner Leithund sie hat.
Ein souveräner Leithund
verwendet keine Bestechungen.
Er hat keine Methode. Er hat kein Geheimnis. Er hat nie ein Hundebuch
gelesen.
Er beherrscht die Sprache seines Rudels und besitzt die natürliche,
oder erlernte FÄHIGKEIT zu FÜHREN.
Das ist ALLES.
Methoden sind auf Lebewesen angewandt, fast immer zum Scheitern
verurteilt, weil über Lebewesen keine Schablone gelegt werden
kann, die zu jedem passt.
Sie lernen im Dog-Institut Ihren Hund ohne
Leckerchen, Leinenruck, Halti, Rappeldosen oder Wurfketten zu führen.
Ihr Hund kann Ihnen vertrauensvoll folgen, wenn Sie lernen, ein
Leitwesen zu werden, das mit ihm kommunizieren
kann und sowohl angemessene Grenzen setzt, als auch Auslastung,
Nähe und Zuneigung bietet.
Sinnvolle Regeln zu kommunizieren, auf die Natur des
Hundes einzugehen sind der größte Ausdruck des Respekts
vor diesem wunderbaren Wesen.