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Philosophie
Ohne Gewalt und Leckerli
Mit Konditionierungen kommen Sie nicht weit!
Stellen Sie sich vor, ich bringe Ihnen verschiedene
Zahlencodes bei:
| 125²42111 |
bedeutet |
"Bleiben Sie stehen" |
| 46611-5 |
bedeutet |
"Setzen Sie sich hin" |
| 33-13512 |
bedeutet |
"Folgen Sie mir" |
Kompliziert zu merken, denken Sie? Stimmt. Unsere
Hunde jedoch lernen viel mehr Verhaltensverknüpfungen in einem
absolut fremden (Sprach )System.
Da Sie jedoch jedes Mal, wenn Sie richtig reagieren,
10 Euro erhalten, werden Sie sich Mühe geben und sich konzentrieren
und diese Codes positiv verknüpfen.
Jetzt stellen Sie sich weiterhin vor, es brennt plötzlich
und ich schreie Ihnen zu: "33-1x2!"
Wissen Sie in Panik dann noch sofort worum es geht?
Würden Sie nicht bevorzugen, ich rufe Ihnen zu
: "Folgen Sie mir!"
Sie könnten meiner Führung in Ihrer Muttersprache folgen.
Die Verknüpfung von "33-1x2!" = "Folgen
Sie mir" ist eine Konditionierung und keine Gesprächsebene.
Der Unterschied zwischen Führung und Erziehung
bei einem Hund ist genau dieser.
Alle konditionierten Signale, wie Sitz, Platz, Bleib,
Komm usw., beruhen auf einer Konditionierung. Dessen muss man sich
bewusst sein. Ein Leithund sagt nicht zu einem anderen Hund "Sitz"
und gibt ihm dann ein Leckerli. Er erreicht durch Führung,
dass ein anderer Hund an seinem Platz verbleibt, wenn er das so
will.
Signale sind wunderbar dafür geeignet, einen
Hund schnell in eine gewünschte Körperposition zu bringen.
Auch als geistige Beschäftigung (Erlernen von Tricks) eignen
sie sich gut. Vergessen Sie dabei nicht, dass "Platz"
für den Hund genauso wie "die Rolle auch nur ein "erlernter
Trick" ist. Lenken können Sie ihn damit nicht immer zuverlässig,
weil Sie sich nur auf einer konditionierten Lernebene mit ihm befinden
und nicht auf einer Gesprächsebene in seiner Muttersprache.
Kommt ein Hase vorbei, oder ein anderer toller Hund, oder ein Kebab
lockt im Gebüsch, nützen Ihnen Konditionierungen für
gewöhnlich garnichts mehr. Der Hund weiß dann zwar, was
Sie von ihm wollen, aber er hat eben anderes zu tun.
Nur durch das Erlernen einer souveränen Führung,
die unter Hunden üblich ist, können Sie innerhalb kürzester
Zeit Harmonie in Ihrer Beziehung schaffen und Fehlverhalten und
problematisches Verhalten korrigieren. Ich habe noch keinen Hund
erlebt, der nach einer Beziehungsklärung nicht aufmerksam und
leinenführig war. Sie müssen dazu weder bellen, noch sonstige
hundliche Sachen tun. Sie lernen auf menschliche Art hundlich zu
reagieren.
Das lehren wir im Dog-Institut. Dabei vermitteln wir
Ihnen keine Methode, denn Methoden sind auf Lebewesen angewandt,
fast immer zum Scheitern verurteilt, weil über Lebewesen keine
Schablonen gelegt werden können. Vielmehr unterrichten wir
Sie im Erlernen der "Vokabeln" der Hundesprache und ihre
menschliche Handhabung. (Hintergrund)
Nachdem diese Kommunikation stimmt, werden natürlich
auch alle Grundsignale konditioniert und es dürfen anfangs
auch Leckerlis gegeben werden. Allerdings nur solange, bis der Hund
das jeweilige Signal verknüpft hat. Ab dann funktioniert auch
ein durch Konditionierung erlerntes Signal über eine souveräne
Führung. Schließlich soll Ihr Hund nicht auf ein Leckerli
hören, sondern auf Sie!
Die Führung eines Hundes beinhaltet viele Dinge,
die auch für unser menschliches Leben immer eine wunderbare
Möglichkeit darstellen, uns positiv zu verändern. Im Hier
und Jetzt zu sein, fair zu sein, klar in unseren Signalen zu sein,
Ruhe auszustrahlen kann uns nur positiv verändern.
Viel Spaß dabei. Ihr Hund wird ihn auf jeden
Fall haben, wenn er entspannen darf.
Herzlich Maike Maja Nowak
(Hintergrund)
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