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Vorsorgeuntersuchung
im Alter
In den letzten Jahrzehnten ist die Lebenserwartung
unserer Hunde und Katzen deutlich gestiegen. Gründe hierfür
sind zum einen eine geänderte Einstellung unseren Tieren gegenüber
- sie sind heute Familienmitglieder, deren Gesundheit und Wohlergehen
uns am Herzen liegt. Zum anderen haben sich Fütterung, Haltung und
tierärztliche Versorgung deutlich verbessert.
Wie bei uns Menschen bringt das Alter aber auch bei unseren Haustieren
Veränderungen mit sich, die zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen
können.
Was ist Alter?
Alter ist keine Krankheit!!! Alter ist vielmehr ein komplexer biologischer
und physiologischer Zustand des späteren Lebensabschnitts, der mit
zunehmend verminderter Anpassungsfähigkeit (Adaptationsfähigkeit)
an innere und äußere Belastungen und einer Funktionsminderung
des Organismus einhergeht. Allerdings steigt durch diese verminderte Anpassungsfähigkeit
die Krankheitsbereitschaft.
Gesundheit und Wohlbefinden lassen sich jedoch durch gezielte Behandlung
und vor allem durch Krankheitsprophylaxe deutlich verbessern. So ist der
wichtigste Gesichtspunkt in der Umsorgung Ihres älter werdenden Tiers
die Gesundheitsvorsorge und das frühzeitige Erkennen chronischer
Krankheiten.
Wann beginnt Alter?
Der Beginn des Alters läßt sich schwer festlegen, ist er doch
stark von Faktoren wie Tierart, Rasse, Geschlecht, Umwelteinflüssen
und Haltung, Krankheit und der individuellen Konstitution abhängig.
Man kann von 3 Lebensabschnitten sprechen: Wachstum - Reife - Alter, deren
Grenzen fließend sind. Beim Hund liegt der Beginn des Alterns je
nach Rasse und Größe zwischen dem 7. und 10. Lebensjahr. Große
Hunderassen altern leider schneller als die Vertreter der kleinen Rassen.
Auch die Lebenserwartung nimmt mit zunehmender Größe leider
ab. Bei Katzen fängt das Alter erst mit ca. 10 Jahren an.
Häufige Krankheiten im Alter
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Lebererkrankungen
Nierenerkrankungen
Erkrankungen des Bewegungsapparates
Tumorerkrankungen
Stoffwechselerkrankungen
Blasenentzündungen, Prostatabeschwerden
Erkrankungen der Atemwege und des Magen-Darm-Trakts
Zahnprobleme
Vorsorgeuntersuchungen:
Tierärzte empfehlen bei Hunden ab einem Alter von 6 - 8 Jahren und
bei Katzen ab dem 11. Lebensjahr eine gründliche klinische Untersuchung,
zu der auch eine Blut- und Urinuntersuchung gehören sollten. Ziel
der Vorsorgeuntersuchung ist vor allem, Krankheiten, die im Anfangsstadium
ohne auffällig äußerliche Symptome auftreten, rechtzeitig
zu erkennen. Dieser Alters-Check-Up kann im Rahmen der jährlichen
Impfung erfolgen. Veränderungen im Gesundheitszustand können
so frühzeitig erkannt und entsprechend therapiert werden.
Außerhalb dieser Routineuntersuchung sollten Sie Ihr
Tier bei folgenden Symptomen unverzüglich in Ihrer Tierarztpraxis
vorstellen:
- Veränderungen in Appetit oder Wasseraufnahme
- Vermehrter Urinabsatz
- Gewichtsverlust oder -zunahme
- Leistungsschwäche, Müdigkeit
- Husten, Atemnot, vermehrtes Hecheln
- Steifheit, Probleme beim Laufen und Springen
- Häufiges Erbrechen, Durchfall
- Verhaltensänderungen
- Unsauberkeit
- Veränderungen im Schlaf-/Wachrhythmus
- Hautveränderungen, Haarausfall oder Vernachlässigung von Haut-
und Fellpflege
- Veränderter Körpergeruch
Gesundheitstips für Senioren:
- Achten Sie auf hochwertige Ernährung - lassen Sie sich beraten,
welches Seniorfutter für
Ihr Tier das richtige ist. Auch ob spezielle Nahrungsergänzungsmittel
sinnvoll sind, kann ich Ihne sagen.
- Kontrollieren Sie das Körpergewicht Ihres Tiers.
Vermeiden Sie Übergewicht, denn gerade bei älteren
Hunden und Katzen sind dadurch auftretende Gesundheitsprobleme besonders
belastend bzw. bestehende,
vor allem orthopädische Erkrankungen, werden noch verstärkt.
- Sorgen Sie für ausreichende, altersgerechte Bewegung
und fördern Sie körperliche und geistige Aktivität
Ihres Vierbeiners.
- Stellen Sie Ihren Senior einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung
inklusive Zahnkontrolle bei Ihrem Tierarzt
vor.
So können Sie dafür sorgen, daß sich
Ihr Vierbeiner Gesundheit und Lebensqualität bis ins hohe Alter bewahrt!
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