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Weihnachtstipps Weihnachtsstress: Hunde und Katzen benötigen einen ruhigen Platz, an
den sie sich zurückziehen können, wenn der Weihnachtstrubel
und die Besucheranzahl zu groß werden. Vor allem bei Kommunikationsschwierigkeiten
und Animositäten zwischen Gast und Haustier (Angst vor Hunden, Katzenhaarallergie,
bis hin zu "Igitt, die haart ja furchtbar!", "Oh je, wie
der sabbert!", "Kind, pass auf, der hat bestimmt Würmer!"
usw.) sollte ein ruhiger Raum für ihren Vierbeiner zur Verfügung
stehen. Wenn sich das Haus füllt, ist besonders auf offene Türen
und unternehmungslustige Tiere zu achten. Gerade reine Stubentiger stürmen
bei solchen Anlässen gerne in die sonst verbotene Freiheit. Ein Adressanhänger
am Halsband kann vor dem Schlimmsten bewahren. Unsere Hausgenossen sind Gewohnheitstiere, deshalb sollte trotz Weihnachtshektik für den gewohnten geregelten Tagesablauf der Tiere gesorgt werden. Änderungen bezüglich der Fütterungszeit, -menge und des Fütterungsortes sind zu vermeiden. Besonders Katzen reagieren oft ganz empfindlich auf plötzliche Umstellungen und zeigen ihren Protest nicht selten in Form von demonstrativem Harnabsatz außerhalb der Katzentoilette (beliebter Ort ist das Kopfkissen des - in ihren Augen - "Unruhestifters"). Viele wollen auch ihrem Tier an den Feiertagen etwas ganz besonders Gutes bieten, aber häufig wird auf die ungewohnte Nahrung und die abrupte Futterumstellung mit Durchfall geantwortet.
Knochen und Essensreste: Weihnachtsgänse, Rehrücken, Lammkeulen etc. sind Lieferanten schmackhafter Knochenabfälle. Trotzdem sollten diese lieber in der Tonne landen, anstatt Hund oder Katze als Leckerbissen angeboten zu werden. Knochen können zum einen überall steckenbleiben (zwischen den Zähnen, im Hals, im Magen, im Darm), zum anderen kann Knochenfütterung zu schmerzhaftem Kotabsatz und sogar zur massiven Verstopfung (nicht selten nur operativ zu beheben) führen oder Erbrechen und Durchfall auslösen - alles natürlich mit den entsprechenden Folgen. Auch fette und stark gewürzte Essensreste (Fett vom Fleischfondue, Gänsehaut, Eisbeinschwarte) sind immer gut für Magen-Darm-Störungen der besonderen Art. Süßigkeiten: Vor allem, wenn Kleinkinder im Haus sind, sollte darauf
geachtet werden, daß Hund und Katze durch diese nicht unkontrolliert
mit Süßigkeiten vollgestopft werden - auch wenn mancher Hund
sich als wahre "Naschkatze" erweist. Abgesehen von Übelkeit,
Erbrechen, Durchfall und Verfettung können Schokolade und Kakaoprodukte
ihr Tier auch richtig vergiften. In Schokolade ist Theobromin enthalten,
das für unsere Haustiere giftig ist. Für den Hund ist reines
Theobromin beispielsweise schon in einer Dosis von 100-200 Milligramm
tödlich. Eine Tafel Vollmilchschokolade enthält bereits 155-232
Milligramm Theobromin und eine Tafel Zartbitterschokolade noch mehr. Zwei
Stückchen Zartbitterschokolade können für einen Chihuahua
somit schon tödlich enden. Wenn sie ihr Tier also verwöhnen
wollen, dann besser mit speziellen Leckerlis aus dem Tierfutterfachhandel.
Herrlich schmücken sie die Wohnung, aber Mistelzweige, Thuja, Taxus, Stechpalme und Weihnachtsstern sind für Katzen giftig. Elektrokabel: Weihnachtsbeleuchtungen bedeuten elektrische Kabel, die zum Kauen einladen - nicht selten mit tödlichem Ausgang. Besondere Vorsicht ist bei Jungtieren und Nagern geboten. Kerzen: Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt! Wie schnell steht ein buschiger Hunde- oder Katzenschwanz in Flammen. Und durch heißes Wachs kann es zu schwerwiegenden Verbrennungen kommen. Auch für Vögel stellen Kerzen eine große Gefahr dar, denn sie können sich beim Freiflug verbrennen oder beim neugierigen Beknabbern verletzen. Tannenbaum: Der Weihnachtsbaum ist gut abzusichern, denn vor allem kletterfreudige Katzen können ansonsten den festlich geschmückten Baum in ein einziges Chaos verwandeln. Bei Tieren im Haushalt empfehlen sich aus Sicherheitsgründen, genau wie bei kleinen Kindern, elektrische Weihnachtsbaumkerzen. Baumschmuck: Scharfkantige Gegenstände und zerbrechliche Christbaumkugeln sind besonders attraktiv und besonders gefährlich (äußerliche Schnittverletzungen beim Spielen oder Hineintreten, innerliche beim Zerkauen oder Hinunterschlucken). Auch Geschenkbänder und Lametta verführen zum Spielen und Hinunterschlucken - sie sind dünn und scharfkantig genug, um sich durch den Darm zu schneiden oder sich zumindest so im Magen-Darm-Trakt zu verheddern, daß es zu Darmverschlingungen bis hin zum Darmverschluß kommen kann. Hier hilft in der Regel nur noch schnelle chirurgische Hilfe. Bitte beachten sie daher diese kleinen Tipps und einem
schönen und unbeschwerten Weihnachtsfest dürfte nichts im Wege
stehen - Fröhliche Weihnachten! |