Verhaltenstherapie
Viele Verhaltensprobleme entstehen aus einer Mischung
von nicht vorhandener Führung und zu wenig Bewegung des Hundes.
Hunde sind sowohl mit der Führung einer menschlichen Gruppe,
oder Einzelperson überfordert, als auch mit unserer menschlichen
Kommunikationsform, die ihre eigene Natur nicht berücksichtigt.
Hunde, die bereits mit schweren Angststörungen
und/oder Traumas z.B. aus dem Tierschutz zu einem Menschen kommen,
werden häufig mit Mitleid empfangen, das nicht nur sie selbst
weiter schwächt, sondern auch ihre neue Bezugsperson mit einer
schwachen Energie ausweist. Das führt oft zur Verschlimmerung
der Störung.
Gerade diese Hunde bräuchten statt Mitleid, Stärke und
Schutz.
Weitere Verhaltensprobleme stellen sich bei Hunden
dar, die in ihrer Prägezeit als Welpe eine Fehlprägung
erlebten. Die daraus entstehenden Verhaltensprobleme bleiben meistens
ein Leben lang (zumindest als Tendez) erhalten. Dabei treten bei
einem Hund, der in seiner Prägezeit NICHTS erlebt hat, oft
bei Weitem mehr Probleme auf, als bei einem Hund, der etwas Negatives
erlebt hat.
Verhaltenstherapeutische Maßnahmen wie Gegenkonditionierungen,
Desensiblisierungen usw. sind nach meiner Erfahrung dann sinnvoll,
wenn sie von einer guten Führung begleitet werden und wenn
sie auch durchführbar sind.
Behandlungsdauer von Verhaltensproblemen:
Bei der Behandlung von Verhaltensproblemen bei
Hunden sollten bereits nach wenigen Stunden deutliche Fortschritte
erkennbar sein.
Sinn und Zweck ist es, dem Halter soviel wie möglich
an Informationen und Möglichkeiten mit auf den Weg zu geben,
um sich und seinem Tier helfen zu können. Unnötig herausgezögerte
Langzeittherapien sind weder für Sie, noch für das Tier
sinnvoll. Natürlich gibt es jedoch mitunter Traumas oder andere
schwerwiegendere Verhaltensprobleme, die einer individuell längeren
Behandlung bedürfen.
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