Welpenkurs (Alter 2-5 Monate)

Sie bekommen einen perfekten, wunderbar erzogenen Welpen als neues Familienmitglied. Die Mutter des Kleinen hat ganze Arbeit geleistet. Sie brachte ihm ein "Stopp" in jeder Lebenslage bei, lehrte ihn, was gefährlich ist und was nicht, was Respekt ist und was respektlos.

Fast immer wird diese Lehrzeit dann jäh beendet, wenn der Welpe zu einem Menschen kommt. Plötzlich gibt es Erziehungsurlaub. Weil er so niedlich ist. Weil er so jung ist, weil er erst ankommen muss.

Regelfreiheit jedoch bedeutet Orientierungslosigkeit.
Erinnern Sie sich daran, wie Sie auf einer neuen Arbeitsstelle anfingen. Das Unbehagen in der ersten Zeit, als Sie die neuen Strukturen erst kennen lernen mussten? Und dann die Erleichterung, wenn jemand Ihnen beistand und erklärte, was Sie zu tun haben, wer wer ist und mit was für einem Chef Sie rechnen müssen. Das sorgt für Vertrautheit und eine schnelle Eingewöhnung.

Genauso fühlt sich der Welpe, wenn er zu Ihnen kommt. Er hat keine Ahnung, wie Ihr Rudel lebt, was er zu tun hat, was es zu beachten gibt. Ihn nur mit Zuneigung zu überschütten ist so, als würden Sie hilflos auf ihrer neuen Arbeit stehen und bekämen statt Erklärungen und Regeln immer einen Keks, oder jemand wuschelt Ihnen über den Kopf und sagt Ihnen entzückt, wie hübsch Sie sind. Sie würden auf diese Arbeit nicht mehr wollen.

Wenn Sie Ihren Welpen nicht davon informieren, welche Regeln es einzuhalten gilt und wer bei Gefahr und Stresssituationen für das Rudel verantwortlich ist, wird er selbst Entscheidungen treffen müssen. Das hat nichts mit dem Alter oder der Stärke eines Hundes zu tun, sondern mit Notwendigkeit. Er oder Sie. Einer muss führen.

Natürlich ist ihr Welpe daran genauso wenig interessiert, wie Sie Lust darauf hätten, Siemens zu leiten. Dennoch muss er handeln, wenn diese Funktion in seinen Augen niemand erfüllt. Dabei geht es weder um Strenge, noch darum, wer am besten "Sitz" macht. Es geht darum, wer Regeln kommuniziert und für Sicherheit und Entspanntheit sorgt.

Haben Sie bereits ein IMMER funktionierendes "Stopp"? Auch wenn ein Eichörnchen kommt, oder ein anderer toller Hund?

Im Welpenkurs des Dog-Institutes lernt nicht nur der Hund. Vor allem Sie lernen, eine kompetente, entspannte Führungsperson zu werden, der Ihr Hund vertraut und deren Entscheidungen er deshalb nicht in Frage stellt.

Führungsaufbau und Grundsignale
Bevor Sie nicht gelernt haben, Ihren Hund zu führen, wird Ihr Hund alle Signale, die Sie ihm vermittelt haben, nur dann ausführen, wenn er Lust dazu hat, oder Appetit auf ein Leckerli, das Sie ihm hinhalten.
Deshalb vermitteln wir Ihnen neben den Grundsignalen, die mit dem Hund erarbeitet werden, zuerst eine souveräne Führungsqualität, die Sie im sich anschließenden Führungskurs festigen können.
(siehe Philosophie)

Ziele:

  • Grundsignale: Schau, Sitz, Steh, Platz (Hör- und Sichtzeichen voneinander getrennt)
  • Führung: z.B. Ihr Hund bleibt mitten auf der Wiese auf einem Platz, egal wie sehr er abgelenkt wird. Er nimmt nichts in das Maul, was Sie als ungesund, oder gefährlich einstufen.

Was man über Welpen wissen sollte. (Klick)